Kurz erklärt:
Der Containerboden bildet zusammen mit dem Bodenrahmen die tragende Unterseite eines Containers. Bei klassischen Seecontainern besteht er meist aus stabilen Holz- oder Verbundplatten, die auf quer verlaufenden Stahlträgern befestigt sind.
Der Boden muss das Gewicht der Ladung aufnehmen und Belastungen beim Be- und Entladen standhalten. Seine tatsächliche Tragfähigkeit hängt von der Bauart, dem Zustand und der Verteilung der Last ab.
Der sichtbare Bodenbelag ist nur ein Teil der Konstruktion. Unter den Bodenplatten befindet sich ein Rahmen aus Stahlprofilen.
Zu den wesentlichen Bestandteilen gehören:
Die Bodenplatten verteilen die Last auf die darunterliegenden Querträger. Der Rahmen leitet die Kräfte weiter in die tragenden Bereiche des Containers.
Bei vielen Standard-Seecontainern besteht der Boden aus mehrschichtigen Holzplatten. Häufig werden robuste Sperrholz-, Hartholz-, Bambus- oder Verbundplatten verwendet.
Die genaue Ausführung hängt vom Hersteller, Baujahr und Containertyp ab. Die Platten sind meist gegen Feuchtigkeit und mechanische Beanspruchung geschützt.
Kühlcontainer besitzen dagegen häufig einen Boden aus Aluminiumprofilen. Der sogenannte T-Floor ermöglicht die Luftführung unter der Ladung und unterstützt eine gleichmäßige Temperaturverteilung.
Die Belastbarkeit lässt sich nicht allein aus der Containergröße ableiten. Entscheidend sind die Konstruktion, der Zustand des Bodens und die Art der Belastung.
Ein Containerboden muss bei der Prüfung nach ISO 1496-1 einer festgelegten dynamischen Belastung durch ein Testfahrzeug standhalten. Daraus lässt sich jedoch keine pauschale Freigabe für jeden Stapler, jede Maschine oder jede Punktlast ableiten.
Vor dem Einsatz müssen daher die technischen Daten des konkreten Containers geprüft werden.
Eine Flächenlast verteilt sich über einen größeren Teil des Bodens. Dazu gehören zum Beispiel gleichmäßig gestapelte Kartons oder palettierte Waren.
Eine Punktlast wirkt dagegen auf eine kleine Fläche. Sie entsteht etwa durch:
Eine hohe Punktlast kann eine Bodenplatte beschädigen, obwohl die zulässige Nutzlast des Containers noch nicht erreicht ist.
Viele Frachtcontainer sind für die Be- und Entladung mit geeigneten Flurförderzeugen ausgelegt. Trotzdem darf nicht jeder Stapler ohne Prüfung in den Container fahren.
Entscheidend sind:
Auch die Tragfähigkeit der Rampe und der Übergang zwischen Rampe und Container müssen berücksichtigt werden.
Typische Schäden sind Risse, weiche Stellen, aufgequollene Platten und gelöste Befestigungen. Auch Öl, Chemikalien oder eindringende Feuchtigkeit können den Boden beeinträchtigen.
Warnzeichen sind unter anderem:
Vor der Beladung sollten Boden und Unterkonstruktion kontrolliert werden. Bei gebrauchten Containern ist auch die Unterseite wichtig, da Schäden von innen nicht immer sichtbar sind.
Dringt Wasser in beschädigte Bodenplatten ein, können diese aufquellen oder an Festigkeit verlieren. Feuchte Stellen begünstigen zudem Schimmel und Gerüche.
Mögliche Eintrittsstellen sind beschädigte Türen, undichte Dichtungen, offene Schraubstellen oder Risse in den Platten. Auch Kondenswasser kann den Boden langfristig belasten.
Die Ursache der Feuchtigkeit sollte zuerst behoben werden. Eine neue Beschichtung allein reicht nicht aus, wenn weiterhin Wasser eindringt.
Ja. Einzelne Bodenplatten oder der gesamte Boden können erneuert werden. Dabei müssen Material, Plattenstärke, Befestigung und Unterkonstruktion zum Container passen.
Vor dem Einbau ist zu prüfen, ob auch die Stahlträger beschädigt oder korrodiert sind. Ein neuer Boden auf einer geschwächten Unterkonstruktion stellt die ursprüngliche Tragfähigkeit nicht automatisch wieder her.
Soll der Container weiterhin transportiert oder nach CSC eingesetzt werden, kann nach größeren Reparaturen eine fachliche Prüfung erforderlich sein.
Bei älteren oder unbekannten Containern lässt sich nicht immer nachvollziehen, welche Holzschutzmittel, Beschichtungen oder Chemikalien mit dem Boden in Kontakt gekommen sind.
Das ist besonders wichtig, wenn der Container zu einem Büro, Aufenthaltsraum, Verkaufsraum oder einer Werkstatt umgebaut werden soll. Je nach Zustand und geplanter Nutzung können eine Materialprüfung, eine Versiegelung oder ein vollständiger Austausch sinnvoll sein.
Eine pauschale Beurteilung allein anhand des Baujahrs ist nicht zuverlässig.
Die passende Ausführung hängt von der späteren Nutzung ab. Ein Lagercontainer benötigt einen anderen Bodenaufbau als ein Büro-, Sanitär- oder Technikcontainer.
Mögliche Lösungen sind:
Bei Maschinen, Regalen oder technischen Anlagen müssen die Lasten und Befestigungspunkte bereits in der Planung berücksichtigt werden.
m³ entwickelt den Bodenaufbau passend zur Nutzung, zum Gewicht der Einbauten und zu den Anforderungen an Transport und Aufstellung.
Die Stärke hängt von Hersteller, Bauart und Material ab. Bei vielen Standardcontainern kommen mehrschichtige Platten mit einer Stärke von ungefähr 28 Millimetern zum Einsatz. Maßgeblich ist das Datenblatt des konkreten Containers.
Eine pauschale Angabe ist nicht möglich. Die Tragfähigkeit hängt von der Konstruktion, dem Zustand sowie der Größe und Verteilung der Last ab.
Ein intakter Boden ist für den Transport robust ausgeführt. Er ist jedoch nicht mit einer dauerhaft wasserdichten Wanne gleichzusetzen. Beschädigungen und undichte Stellen können Feuchtigkeit eindringen lassen.
Ja. Je nach Schaden können einzelne Bereiche oder vollständige Platten ersetzt werden. Zuvor muss auch die Stahlkonstruktion unter dem Boden geprüft werden.
Das muss im Einzelfall geprüft werden. Kleine Maschinenfüße können hohe Punktlasten erzeugen. Lastverteilende Platten oder zusätzliche Stahlträger können erforderlich sein.
Kühlcontainer besitzen meist einen profilierten Aluminiumboden. Durch die Kanäle kann die gekühlte Luft unter der Ladung zirkulieren.