Kurz erklärt
Ein Conair-Container ist ein isolierter Kühlcontainer ohne eigenes Kühlaggregat. Zwei Öffnungen in der Stirnwand verbinden ihn mit einer externen Kälteanlage. Diese versorgt den Container mit kalter Luft und führt die erwärmte Luft wieder ab. Conair-Container werden auch Porthole-Container genannt.
Der Container besitzt zwei verschließbare Luftöffnungen. Kalte Luft strömt durch die untere Öffnung ein. Kanäle im Boden verteilen sie unter der Ladung.
Die erwärmte Luft steigt nach oben und fließt durch die zweite Öffnung zurück zur Kälteanlage. Auf See erfolgte die Versorgung über das zentrale Kühlsystem des Schiffes. An Land konnten externe Clip-on-Aggregate genutzt werden.
Conair-Container dienten vor allem dem Transport temperaturempfindlicher Waren:
Heute spielen sie im aktiven Kühltransport kaum noch eine Rolle. Moderne Integral-Reefer besitzen ein fest eingebautes Kühlaggregat und lassen sich flexibler einsetzen.
Da kein eigenes Aggregat eingebaut war, blieb mehr Raum für die Ladung. Zudem waren die Container leichter und technisch einfacher aufgebaut.
Das System hatte jedoch einen entscheidenden Nachteil: Ohne externe Kälteanlage konnte der Container nicht selbstständig kühlen. Sein Einsatz war daher an passende Schiffe, Terminals oder Clip-on-Aggregate gebunden.
Das Conair-System wurde weitgehend durch Integral-Reefer ersetzt. Moderne Containerschiffe verfügen über Stromanschlüsse für Kühlcontainer mit eigenem Aggregat.
Ausgemusterte Conair-Container werden teilweise weiter als Isolier- oder Lagercontainer genutzt. Dafür werden ihre Luftöffnungen dauerhaft verschlossen und gedämmt. Eine aktive Kühlung ist dann nur mit zusätzlicher Technik möglich.
Kann ein Conair-Container selbst kühlen?
Nein. Er benötigt eine externe Kälteanlage oder ein passendes Clip-on-Aggregat.
Warum heißt er Porthole-Container?
Der Name bezieht sich auf die beiden runden Luftöffnungen in der Stirnwand. Sie erinnern an Bullaugen, die auf Englisch „Portholes“ heißen.
Was ist der Unterschied zu einem modernen Kühlcontainer?
Ein moderner Integral-Reefer besitzt ein fest eingebautes Kühlaggregat. Der Conair-Container wird dagegen von außen mit Kaltluft versorgt.
Kann ein Conair-Container als Isoliercontainer genutzt werden?
Ja. Nach dem fachgerechten Verschließen der Luftöffnungen kann er als gedämmter Lagercontainer dienen.
Eignet sich ein Conair-Container noch für Kühlware?
Nur mit einer funktionierenden externen Kälteanlage und geeigneter Überwachung. Für heutige Kühlketten werden meist Integral-Reefer eingesetzt.