Eine Containerplombe ist ein nummerierter Sicherheitsverschluss. Sie wird nach dem Beladen an der Containertür angebracht und muss zum Öffnen zerstört oder sichtbar beschädigt werden.
Dadurch lässt sich bei der Übergabe prüfen, ob der Container seit der Verplombung geöffnet wurde. Die Plombe schützt jedoch nicht zuverlässig vor einem Einbruch und ersetzt kein Containerschloss.
Containerplomben dienen der Kontrolle von Transportwegen. Sie zeigen an, ob eine gesicherte Containertür nach der Verplombung geöffnet oder manipuliert wurde.
Jede Plombe besitzt eine eindeutige Nummer. Diese Nummer wird in den Transportpapieren oder digitalen Frachtdaten erfasst. Bei jeder Übergabe kann geprüft werden, ob Nummer und Zustand mit der Dokumentation übereinstimmen.
Containerplomben werden unter anderem in der Seefracht, im Straßenverkehr, im Bahntransport und bei Zollverfahren eingesetzt.
Die Plombe wird an einer dafür geeigneten Verschlussstelle der Containertür befestigt. Bei vielen Seecontainern befindet sich diese Stelle am Türverschluss oder an den Verriegelungsstangen.
Welche Position genutzt wird, hängt von der Türkonstruktion und der verwendeten Plombe ab. Wichtig ist, dass sich die Tür nach dem Anbringen nicht öffnen lässt, ohne die Plombe zu beschädigen.
Vor der Verplombung müssen die Türen vollständig geschlossen und die Verriegelungsstangen korrekt eingerastet sein.
Für Container werden verschiedene Plombenarten verwendet. Sie unterscheiden sich in ihrer Bauform und ihrem Sicherheitsniveau.
Eine Bolzenplombe besteht aus einem stabilen Metallbolzen und einem Verschlusskörper. Sie wird häufig bei internationalen Containertransporten eingesetzt.
Zum Entfernen ist in der Regel geeignetes Werkzeug erforderlich. Für bestimmte Transporte werden Hochsicherheitsplomben nach ISO 17712 verlangt.
Eine Kabelplombe besitzt ein flexibles Stahlseil. Sie lässt sich an unterschiedlichen Verschlusspunkten anbringen und eignet sich daher für verschiedene Tür- und Verriegelungssysteme.
Eine Kunststoffplombe ist leicht und schnell anzubringen. Sie zeigt vor allem an, ob ein Verschluss geöffnet wurde. Ihr mechanischer Widerstand ist meist geringer als bei einer Bolzen- oder Kabelplombe.
Elektronische Plomben können neben dem Verschluss weitere Daten erfassen. Je nach System dokumentieren sie zum Beispiel Öffnungen, Zeitpunkte oder Standorte.
Die Plombennummer dient der eindeutigen Identifikation. Sie muss mit der Nummer in den Fracht- oder Zolldokumenten übereinstimmen.
Vor der Übernahme sollte geprüft werden:
Eine passende Nummer allein reicht nicht aus. Auch der Zustand der Plombe und der Containertür muss kontrolliert werden.
ISO 17712 beschreibt Anforderungen an mechanische Plomben für Frachtcontainer. Die Norm unterscheidet verschiedene Sicherheitsklassen und enthält Vorgaben zu Prüfung, Kennzeichnung und Widerstandsfähigkeit.
Unterschieden werden insbesondere:
Welche Plombe erforderlich ist, hängt vom Transportweg, vom Frachtführer, von Zollvorgaben und von den vereinbarten Sicherheitsanforderungen ab.
Nein. Eine Containerplombe ist in erster Linie ein Kontrollmittel. Sie soll eine Öffnung oder Manipulation erkennbar machen.
Auch eine Hochsicherheitsplombe kann mit geeignetem Werkzeug entfernt werden. Zudem könnte ein Container an einer anderen Stelle beschädigt oder geöffnet werden.
Für den Diebstahlschutz sind weitere Maßnahmen sinnvoll. Dazu gehören ein geeignetes Containerschloss, eine Lockbox, ein sicherer Aufstellort und regelmäßige Kontrollen.
Eine Plombe macht eine Öffnung oder Manipulation sichtbar. Ihr Zweck liegt vor allem in der Kontrolle und Dokumentation.
Ein Containerschloss soll das Öffnen der Tür erschweren. Es besitzt daher einen höheren mechanischen Widerstand und kann mehrfach verwendet werden.
Für Transporte kann eine Plombe vorgeschrieben oder vertraglich vereinbart sein. Bei der stationären Lagerung steht dagegen meist der Einbruchschutz durch ein geeignetes Schloss im Vordergrund.
Eine beschädigte, fehlende oder falsche Plombe kann auf eine Öffnung oder einen Fehler in der Transportkette hinweisen.
Die Abweichung sollte vor dem Öffnen dokumentiert werden. Dazu gehören Fotos, Plombennummer, Container-Nummer, Ort, Zeitpunkt und sichtbare Schäden.
Anschließend sind die zuständigen Beteiligten zu informieren. Das können der Versender, der Empfänger, die Spedition, die Reederei, der Versicherer oder die Zollbehörde sein. Der Container sollte erst nach Klärung und Freigabe geöffnet oder entladen werden.
Nein. Mechanische Containerplomben sind in der Regel Einwegverschlüsse. Sie werden beim Entfernen zerstört und dürfen nicht erneut eingesetzt werden.
Nach einer berechtigten Öffnung muss eine neue Plombe mit einer neuen Nummer angebracht werden. Der Wechsel ist vollständig zu dokumentieren.
Das hängt vom Transport, vom Zielland und von den Vorgaben der beteiligten Unternehmen oder Behörden ab. Bei internationalen Seetransporten sind nummerierte Sicherheitsplomben üblich.
In der Regel bringt der Versender oder die für die Beladung verantwortliche Stelle die Plombe nach Abschluss der Beladung an.
Die Nummer befindet sich direkt auf der Plombe. Sie wird außerdem in den Transport- oder Zolldokumenten festgehalten.
Eine Bolzenplombe muss mit geeignetem Werkzeug durchtrennt werden. Das Entfernen sollte nur durch eine berechtigte Person und unter Beachtung der Sicherheitsvorgaben erfolgen.
Die Abweichung muss dokumentiert und vor dem Öffnen geklärt werden. Eine falsche Nummer kann auf einen Plombenwechsel, einen Dokumentationsfehler oder eine Manipulation hinweisen.
Nein. Eine Plombe dient vor allem als Manipulationsnachweis. Für einen besseren Einbruchschutz ist ein geeignetes Containerschloss erforderlich.